· 

Mehr „Punktlandung" geht nicht!

Da gibt es nicht viel zu meckern! Alle Ziele unserer „Spielgemeinschaft“ Alt-Herren/Senioren wurden teilweise übertroffen, der Gefahr einer Doppelbelastung komplett widersetzt! Na gut: In der Seniorenstaffel war die Meisterschaft das ausgegebene Saisonziel. Aber dass wir parallel mit der Alt-Herren den zweiten Platz einen Spieltag vor Saisonende sichern konnten, war nicht wirklich berechenbar. Mit (bisher) starken 41 Punkten (max. 44 können es noch werden) haben wir die Vize-Meisterschaft sicher – fast schon wie geplant! Einem Aufstieg standen wir ohnehin skeptisch gegenüber, somit haben wir diese Hürde clever gemeistert und entsprechend den „eigenen Springpferd-Titel“ eingefahren. Das kann man wirklich nicht lernen…

 

Alt-Herren: Auch die neu zusammengewürfelte Staffel konnte uns nicht schocken. Die Hinrunde mit nur zwei Niederlagen und zwei Unentschieden (entsprechend sieben Siege) noch nicht mal schlecht im oberen Mittelfeld abgeschlossen, danach kam eine Rückrunde, die einen ganz starken Eindruck hinterließ – und das schon im Dezember. In der Schneematsch-Partie bei Nettelnburg unter ganz frostigen Umständen leiteten wir mit einem 5:0 die erfolgreiche Rückrunde ein. Nur eine Woche später gegen den direkten Konkurrenten aus Schwarzenbek bestätigten wir mit einem 7:0 (!) unsere Ambitionen auf den zweiten Tabellenplatz – unsere eigene Meisterschaft –, bevor es in die übliche lange Winterpause ging. Hier stand wie immer das traditionsreiche Hallenturnier, der Wandsbek-Alt-Liga-Cup an, der jedoch nicht wirklich erfolgreich verlief und für uns schon in der Vorrunde beendet war. Ohne „Pott“ sollte aber die Hallensaison nicht ausgehen: Beim Barsbütteler „Olle-Sägge-Cup“ holten wir recht souverän den optisch beeindruckenden Pokal ins Tal, auch wenn dieser emotional natürlich nicht wirklich vergleichbar mit dem Wandsbek-Cup ist. Was soll’s: Hauptsache, einen „Pott“ geholt… Ende März startete dann die Rückrunde, einhergehend mit unserem Unternehmen „Turnierpferd“. Und siehe da: Das Pferd aus’m Tal weiß, wie hoch es springen muss. Bis zum letzten Spieltag (stand mit Berichtsabgabe noch aus) „sprangen“ wir ungeschlagen durch die Liga, trotz der „Doppelbelastung“ und teilweise deutlich jüngerer Mannschaften. Insbesondere gegen Curslack (2:0), bei Croatia (1:1) oder gegen Vorwärts-Wacker (2:2) zeigten wir, dass das „Alter“ nicht alles ist. Spielerisch stark und mit einem „TSV-Welttruppen“-Herz in der Hand verteidigten wir gegen die Top-Gegner der Liga unseren Platz. Am vorletzten Spieltag empfingen wir dann den designierten Meister SC Croatia, den wir nicht nur mit 3:2 besiegen konnten, sondern dadurch die Vize-Meisterschaft sichern konnten. An dieser Stelle: "Hut ab" von der Presseabteilung. Da kann man nicht müde werden, die Alt-Vorderen wie Mandelkau (gerade in der Hinrunde eine unmenschliche Knipserquote), Kröger, Jaenisch (mehr Captain geht nicht), Wokel, und und und zu erwähnen. Auch „Legende“ Jörg-„Ich-spiele-nicht-mehr-Alt-Herren“ Steffens änderte nach sagenhaften drei Wochen seine Meinung, lief wieder in dieser Jahrgangstaffel auf und zeigte den mind. 20 Jahre Jüngeren, wie der Hase so läuft. Einer konnte dies aber noch toppen: „Wolle“ Oehler! Unser Methusalem ließ sich nicht lumpen, stellte sich (wenn Not am Mann war) zwischen die Pfosten und war dabei sowas von „cool", dass er gegen ETSV sogar noch kurz vorm Anpfiff einen Besen forderte, um seinen Strafraum zu „entwässern“. Vielleicht ein Grund, dass ETSV leicht verwirrt wirkte und entsprechend erfolglos aus der Partie ging. Neben der gesamten Truppe – wobei man natürlich auch vor den „jungen Hüpfern“ den Hut ziehen muss, die ohne Training auskommen müssen, dafür aber als „Mannschaft“ die Senioren zu hundert Prozent unterstützen – gilt ein besonderer Dank dem „Dibberhügel“. Der „Berg der Weisheiten" ist bei jedem Spiel besetzt. Egal, ob Schneeregen (Nettelnburg), sibirische Kälte (Senioren Glinde) oder Weltreisen (Tesperhude): die gnadenlos zielgerichtete Kritik ist überall dabei. Wahnsinn, einfach Weltklasse! Danke, Dibberhügel!

 

Neben den Alt-Herren spielen wir, wie angesprochen, parallel in der Senioren-Staffel. Letztes Jahr haben wir dort in unserer Premieren-Saison die Meisterschaft geholt. Ohne hochmütig zu sein: in der untersten Staffel ein Muss. Etwas gewurmt hat uns dabei aber, dass wir tatsächlich ein Spiel verloren haben! Dieser Makel sollte in der Serie 2017/2018 ausgebügelt werden. Und das sollte uns – sollte gegen Bille-Horn nicht irgendetwas Außergewöhnliches passieren – durchaus gelingen. Anfang Oktober, beim Spiel in Curslack (für diejenigen, die AH und SEN spielen, war es damals das vierte Spiel in acht Tagen) unkte unser „Torhöhnig“ Mohr schon in der Kabine: „Im November sind wir bereits mit sieben Punkte vorne.“ Damals noch etwas belächelt und als leicht überheblich eingestuft, mussten wir aber nur ein paar Wochen später nach dem Spitzenspiel bei Glinde (ein knapper 1:0-Sieg – Tor: Mandelkau, wer sonst?!) eingestehen, dass doch ein Fünkchen Wahrheit drinsteckte. Gefühlt waren wir bereits zur weihnachtlichen Kiez-Tour Meister. Dieser Titel sollte auch nie gefährdet werden, trotz zweier Unentschieden gegen den engsten Verfolger St.Pauli (4:4 – was war da denn los?!) und beim Tabellenletzten Bille-Horn (2:2 – da war garantiert nix los…!). Eines der Highlights fand wahrscheinlich im März bei Oststeinbek statt. Am Samstag feierte unser „Dibberhöhnig“ Michi Neumann noch seinen 50. Geburtstag, einen Tag später stand am späten Vormittag das Spiel beim OSV an. Und dabei nicht genug: Neben der gesteuerten Spielansetzung ließ sich Michi Neumann nicht zweimal bitten und legte die Feierlichkeiten mit der Zeitumstellung gleich. Aber die Truppe zeigte sich robust: Am Vorabend die Hebel nach vorne legen, wenige Stunden später auf dem Acker stehen (bei den Senioren!!!) und ein deutliches 11:0 nach Hause bringen. Unglaublich (Nun gut: Laut Stimmen vom Gegner beim Stand von 0:7 hätte es auch noch anders ausgehen können…). Letztendlich konnten wir bereits im April nach dem atemberaubenden 4:4, bei dem gerade der Pauli-Trainer durch seine verbalen Einwürfe großen Fußballsachverstand zeigte) beim Kiez-Klub die Schale sichern. Ein Jahr ohne Titel? Geht noch nicht… Insbesondere wenn man noch einen „Gronne“ Gronninger in der Hinterhand hat: Torwart, Stürmer, Außenbahn… egal, er kann einfach überall brillieren. Sagenhaft sein Torwartkönnen bei Curslack, unbeschreiblich sein Kopfballtreffer bei Oststeinbek. Auch das kann man nicht lernen…

 

Nun, mit einer Meisterschaft, einem Hallen-Cup (okay, es gab da noch einen Hallenerfolg, den muss man aber noch nicht öffentlich breit treten) und einer starken Vizemeisterschaft geht’s zum Jahreshöhepunkt: Nach Malle! Mit diesen Erfolgen in der Hinterhand wird auch diese Tour wieder ein großes Event. 28 „Legenden“ sind hier dabei – auch das sucht seinesgleichen…