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Shinson Hapkido Lehrgang in Semmerin

 Im April draußen trainieren? Ist das so eine gute Idee? Trotz einiger Bedenken haben sich drei Mitglieder aus unserer Sparte für einen Shinson Hapkido-Lehrgang an einem langen Wochenende im April angemeldet. Und wir wurden mit bestem Wetter und einer einmalig schönen Atmosphäre belohnt. Aber der Reihe nach:

 

Der Lehrgang fand in Semmerin statt, einem kleinen, 60 Einwohner zählenden Dorf in Mecklenburg-Vorpommern. Dort gibt es in einem ehemaligen Gasthof eine Shinson Hapkido-Schule (Dojang), die von einem Meister (Sabonim Christopher Albinus) betrieben wird. Der Lehrgang wurde von einer Meisterin (Sabonim Sigrid Bujak-Blecher) aus Hamburg und zwei Busabonim ausgerichtet. Mit ca. 25 Teilnehmern war er recht gut besucht und richtete sich an Schüler, die mindestens die Mittelstufe erreicht haben. Dazu gehörten Dirk und ich mit unseren blau-roten Gürteln; Monica ist mit ihrem braunen Gürtel schon sehr viel weiter. Es waren auf dem Lehrgang dann überwiegend braune und schwarze Gürtel zu sehen, aber wir haben uns tapfer gehalten.

 

Die erste Trainingseinheit gab es noch am Freitagabend, gefolgt von einem gemeinsamen Essen und anschließendem Theorie-Unterricht. Dabei konnten wir einiges über Meridiane und ihre Verläufe im Körper erfahren. Den Tag haben wir dann an einem Lagerfeuer ausklingen lassen.

 

Der nächste Morgen startete mit einem kurzen Lauf und Gymnastik. Das Training nach dem Frühstück konnten wir draußen auf einer Wiese bei allerbestem Wetter machen. Einziger Nachteil: Die Fußsohlen sind auch drei Tage nach dem Lehrgang immer noch schwarz. Wer da mal einen guten Tipp hat – her damit! Wasser, Seife und eine Bürste helfen schon mal nicht... Am Nachmittag wurden wieder fleißig Techniken geübt. In den Pausen haben wir das Leben genossen. Der wunderbar entspannten Stimmung von diesem Ort konnte sich keiner entziehen und wollte das auch nicht. Wo selbst eine Katze, ein Hund und drei Hühner samt stolzem Hahn friedlich zusammenleben, kann man sich nur wohlfühlen.

 

Der Sonntagvormittag folgte dann wieder dem Rhythmus Laufen - Gymnastik – Frühstück – Training. Am Nachmittag gab es noch ein besonderes Training. Wer wollte, konnte sich an einem Bruchtest versuchen. Dirk hat dann auch prompt ein 2 cm starkes Brett mit einem Handaußenkantenschlag in zwei Teile zerlegt.

 

Mir wird auf jeden Fall der Rat von Sabonim Christopher in Erinnerung bleiben: „Die einfachen Sachen gut machen“.

 

Annette Schober